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Shaina Pali im Zoo Berlin gestorben

Am 5. April 2011 ist im Berliner Zoo die fünfjährige asiatische Elefantenkuh "Shaina Pali" am Herpes-Virus verstorben. Sie ist bereits der dritte Elefant im Berliner Zoo, der in den letzten Jahren der Krankheit zum Opfer fiel.
 

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Kommentare

Rudolf König am 22.05.2011 um 16:24
Die kleine Schwester von Shaina Pali ist jetzt zwei Jahre alt. Da wird sie nach der zweijährigen Säugezeit von der Muttermilch entwöhnt. Ich fürchte, dass sie in der Entwöhnungsphase doch besonders gefährdet ist, auch zu erkranken. Wie kann man sie schützen ? Gibt es eine Möglichkeit, eine wirksame Immunisierung zu erreichen ?
Jan Jakobi am 22.05.2011 um 22:45
An Rudolf König: Elefantenbabys sind in der Phase wo sie von der Muttermilch entwöhnt werden gefährdet.

Schon der Halbbruder von "Shaina Pali" und "Ko Raya" der "Plai Kiri" erlag einer Herpes-Virusinfektion.
Mutter aller drei ist "Pang Pha". Vater von "Plai Kiri" ist "Kiba" und die anderen beiden Kälber sind von "Victor".

"Kibas" Vater "Thai" hat in Houston/Texas kaum lebende Nachkommen, alle starben innerhalb der ersten 3 Lebensjahre.
Das älteste "Kalb" ist "Kiba". Herpes wird mit Streß in Verbindung gebracht. Laut elephant.se leben noch die beiden 2010 geborenen Kälber von ihm noch. Alle anderen sind tot.

Meine Meinung: Man hätte "Kiba" gar nicht als Zuchtbullen nach Berlin holen dürfen.
Jan Jakobi am 27.05.2011 um 16:50
Eilmeldung:

"Ko Raya" starb heute morgen gegen 10 Uhr, sie sei seit einigen Tagen etwas schwach gewesen
und müde gewesen. Sie wurde auch seit ein paar Tagen medizinisch behandelt.
Als sie in der Schlammsuhle spielte starb sie.

Bei ihr wurde auch festgestellt das die Zunge blau gefärbt ist.

Diagnose: wieder einmal Elefanten-Herpes-Viurs.

Fehlt jetzt nur noch das die Eltern der beiden ("Victor" und "Pang Pha") ebenfalls daran sterben.

"Kiba" der Vater von "Plai Kiri" starb auch an diesem Virus wie sein Sohn.

Mutter aller drei ist "Pang Pha".

"Pang Pha" hatte sich zu einer guten Mutter entwickelt und jetzt das.

Seit 1998 starben 4 Elefanten im Berliner Zoo an dem Elefanten-Herpes-Virus.
Es handelt sich hierbei um den Elefantenbullen "Kiba" und die Kälber "Plai Kiri",
"Shaina Pali" und "Ko Raya".

Bulle "Victor" und Kuh "Pang Pha" sind am gefährdetsten.

Ein Wunder das "Pang Pha" noch lebt.
König Rudolf am 27.05.2011 um 18:06
Das ist ja furchtbar. Genau das was ich befürchtet habe, ist nun geschehen. Anscheinend sind die Tierärzte bei Herpes-Erkrankungen der Elefanten nicht in der Lage wirksam zu helfen.
Ich hoffe, dass die erwachsenen Elefanten stärkere Abwehrkräfte als die Jungtiere haben. Aber das Problem kann bei einem neuen Jungtier erneut auftreten. So war es doch auch in Zürich bei den beiden Söhnen (1997 u. 2000) von Ceyla und Maxi. Die beiden alten Elefanten sind aber noch am Leben und das neue Jungtier von 2005 auch.
Das ist wirklich sehr traurig, dass es nun in Berlin die gleiche Tragödie gibt.
Jan Jakobi am 27.05.2011 um 18:44
Ja, ich hatte es auch befürchtet.

Laut upali.ch wird der Virus mit Stress in Verbindung gebracht.

So fand der in Zürich verstorbene Jungelefant "Xian" keine Ruhe, weil er die ganze Zeit mit der neuen Elefantenkuh "Indi" unterwegs war und sich über ihre Ankunft freute.

Bei "Aishu", gibts nichts genaues. Aber in der Zürcher Elefantengruppe ist es nicht so ruhig.

"Lohimi", die 1988 im Zirkus Knie geboren wurde, starb auch durch Herpes, verursacht durch Stress.
Sie wurde relativ früh in die Manege genommen.

Bei "Ko Raya" dürfte es so gewesen sein das sie durch den Tod ihrer Schwester eine Spielgefährtin verloren hat
und die Elefantenkühe sicher auch aufgeregt waren, das ein Herdenmitglied fehlt.

"Kiba" musste den Transportstress, den Klimawechsel und die Integration in die neue Herde über sich ergehen lassen.

Jan Jakobi am 28.05.2011 um 07:08
\"Pang Pha\" ist wieder trächtig habe ich gelesen. Das Baby kommt 2012.

Meiner Meinung nach sollte man gar nicht mehr im Zoo Berlin Asiatische Elefanten züchten.
Matthias am 29.05.2011 um 23:18
Vielen Dank für die vielen zusammengetragenen Infos!
Dass gerade der Zoo Berlin so von diesem Virus betroffen ist, der ja (zu meiner Freude) mit nur einer Kuh züchtet und damit eine Familie (immerhin waren es sogar zwei Töchter) aufbaute, finde ich besonders schade.
Ich könnte mir vorstellen, dass dies in Zukunft in geschütztem Kontakt anders verlaufen könnte, also eine reine Elefantenherde ohne die Dominanz der Pfleger.
Über eine erneute Schwangerschaft denke ich noch zwiespältig, Pang Pha ist mit keinem Elefanten in Deutschland (Europa?) verwandt, hat daher sehr interessante Gene, aber wenn das Risiko bleibt, dass weiterhin Elefanten in Berlin anfällig sind gegenüber dem Virus, bin ich eher skeptisch.
Jan Jakobi am 30.05.2011 um 17:18
Theoretisch könnte "Pang Pha" mit den 5 thailändischen Elefantenkühen im Kölner Zoo verwandt sein.
Ob das auch in praktisch so ist, weiß keiner.
Da müsste man die DNA/DNS der Elefanten untersuchen.

"Pang Pha" kam 1987 als Baby nach Berlin.

Ob es gut ist eine junge Elefantenkuh, als zweite Zuchtkuh, nach Berlin zu holen?
Matthias am 31.05.2011 um 20:37
Mit 1oo Prozentiger Sicherheit ist dies vermutlich nicht auszuschließen, aber dies wären nur Kühe, aber gut, ich denke dass ist auch nicht so entscheidend.

Ich denke, dass es nicht klug wäre eine weitere junge Kuh in den Zoo zu holen. Zum einen werden dann wieder fremde Elefanten zusammengemischt, was wieder Stress bedeutet, welcher für den Herpesvirus verantwortlich sein soll. Außerdem sind, wie ich heute gelesen habe durch Hautübertragung alle Elefanten im Zoo mit dem Virus infiziert, da sie aber geimpft werden bricht bei ihnen die Krankheit nicht aus. Jeder weitere Elefant der mit ihnen in Kontakt kommt, könnte den Virus folglich auch bekommen. Ich weiß nicht ob es möglich ist weitere Ansteckung zu vermeiden, dies wäre äußerst positiv, dann könnte Victor auch an einen anderen Zoo gehen, um dort für die Zucht eingesetz zu werden.
Jan Jakobi am 01.06.2011 um 06:12
"Victor" ist wahrscheinlich auch infiziert, er hat "Pang Pha" gedeckt.
Und "Pang Pha" hat es von "Kiba".

Matthias am 23.06.2011 um 00:07
Die in München lebende Panang, die ja 2005 und 2007 ein Kalb bekam, die jedoch beide nicht überlebten oder lebenfähig waren und 2009 dann Jamuna Toni mit einem Knochenwachstumsfehler gebar der ein halbes jahr später zum Tode führte, stammt aus der Zucht des Züricher Paares Maxie und Ceyla. Auch in diesem Zoo sind bereits einige Kälber an Herpes verstorben. Wie ist das zu verbinden? Also an Herpes scheinen die Kälber Panangs nicht gestorben zu sein.
Das könnte also bedeuten, dass weitere Kälber Victors in einem anderen Zoo ebenfalls überlebensfähig sein könnten, oder?
Jan Jakobi am 23.06.2011 um 18:15
Ich glaube nicht das der Herpes-Virus mit der Glasknochenkrankheit zusammenhängt.

Ich vermute mal das "Gajendra" diese Krankheit aus Indien mitgebracht hat.
Er war als Jungtier krank und schwächlich. Er wurde von seiner Mutter und seinen
Pflegern in Indien schlecht behandelt.

Quelle: Elefanten-Dokumentation 1999

"Victor" kann sicher mit einer anderen jungen Elefantenkuh für Nachwuchs sorgen und
der wird dann eher nicht an Elefanten-Herpes sterben.
Rüdiger am 10.07.2011 um 21:19
Schon sehr verwirrend diese Herpesgeschichten und Ansteckungsphasen. Im Zoo Whipsnade züchtet man trotzdem weiter, obwohl dort schon Jungtiere verstorben sind.
Man sollte einfach streng darauf achten, diese verdammten Vieren nicht weiter zu streuen und beobachten ob sie an die F 1 Generation vererbt werden köönen.

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Diese Seite wurde zuletzt geändert am: 11.05.2011 von Administrator